wacom_bamboo_oneZum Geburtstag machte man mir neulich ein für mich sehr nützliches Geschenk: ein Bamboo One-Grafiktablett von Wacom.

Da war jemand ziemlich aufmerksam, denn seit einigen Jahren lerne ich den Umgang mit Grafikprogrammen. Angefangen hatte alles damit, daß ich für mein damaliges Online Racing-Hobby eigene Designs für die virtuellen Rennfahrzeuge erstellt habe. So lernte ich mit der Zeit immer mehr Funktionen und den Umgang mit Paintshop. Besonders die Arbeit mit Vektorgrafiken hatte es mir angetan und machte riesigen Spaß. Mittlerweile interessiere ich mich für die Kunst, Comicartige Figuren zu zeichnen, beziehungsweise echte Fotos in popArtige Illustrationen um zu wandeln.Dabei stieß ich auf mehrere Probleme. Unter anderem sehen die mit Vektorpfaden gezeichneten Outlines zwar immer schön scharf und knackig aus, jedoch sind spitz auslaufende Linien nicht ohne weiteres möglich.Auch übergangsfreie Änderungen der Strichstärke sind als Vektor ür mich nur schwer zu realisieren.

So etwas ermöglicht der Rastermodus durchaus einfacher. Allerdings braucht man dafür ein ruhiges Händchen und dann machte mir die für Grafikarbeiten einfach ungeeignete Maus als Zeichengerät sprichwörtlich einen Strich durch die Rechnung. Das hat jetzt ein Ende!

Vorab muss man aber erwähnen, daß die Umstellung auf solch ein Grafiktablett relativ langsam von statten geht und viele “Probanten” ihre Tabletts nach nur kurzer Zeit deprimiert in die Ecke schmeißen. Auch ist das Zeichnen mit so einem Stift keinesfalls mit der traditionellen Papier/Zeichengerät-Kombo vergleichbar. Das liegt vor allem an den Tatsachen, daß die Oberfläche des Malbereichs sehr, sehr glatt und rutschig ist, mit echtem Papier nicht zu vergleichen. Abhilfe kann hier ein einfaches Stück Papier schaffen, welches auf das Tablett gelegt wird. Funktioniert sehr gut. Der größte Unterschied besteht für mich allerdings darin, daß man sein Tablett nicht wie ein “echtes” Stück Papier drehen kann, wie man gerade möchte. Für feine, horizontale Linien zum Beispiel…der Monitor lässt sich ja leider nicht mit verdrehen!

Trotzdem ist mein Bamboo eine große Hilfe, gerade beim Painten. Und auch nur da kommt es bei mir zum Einsatz.  Gerade das Freistellen von Objekten funktionert mit einem Grafiktablett super! Obwohl es sich beim Bamboo One “nur” um die Einsteigerklasse im DIN A6-Format handelt ist es sehr präzise und ich kann damit wirklich nahezu punktgenau arbeiten. Zum surfen etc. nutze ich aber weiterhin meine Maus.

Der Stift des One ist natürlich kabelfrei und benötigt keine Batterien. Leider verfügt er nicht über einen virtuellen Radiergummi am anderen Ende des Malgeräts wie etwa die der  teuren Tabletts von Wacom. Der Stift verfügt jedoch über zwei kleine Tasten, die im Treibermenü mit einigen voreingestellten Funktionen belegt werden können. Auch eine Radierer-Funktion ist vorhanden, funktioniert bei mir in Paintshop allerdings leider nicht. Doppelklick, Rechtsklick, zurück usw. verrichten aber problemlos ihren Dienst.

Zusätzlich zum Tablett/Stift gibt’s natürlich die Treiber, welche ebenfalls reibungslos (ok, mal abgesehen vom Radieren)arbeiten uns schnell installiert sind. Außerdem ist die Grafiksuite ArtRage 2 mit an Board, habe ich allerdings noch nicht installiert, da Paintshop alle verfügbaren Stiftfunktionen fein unterstützt. Ok, da wäre eigentlich nur der Anpressdruck der Stiftspitze zu nennen, dies funktioniert jedenfalls bestens. Pinselgröße, Deckkraft, Sättingung, Farbmischung, alles das läßt sich über den Anpressdruck der Stiftspitze steuern!

Das Wacom Bamboo One ist für mich jedenfalls eine Bereicherung und erleichtert einige Arbeiten, die bisher recht mühselig waren, erheblich! Und je länger ich damit zeichne, desto stärker merke ich die Vorteile eines Tabletts. Außerdem werde ich immer sicherer im Handling und meine anfangs sehr “krakeligen” Freihandlinien werden konstant besser!

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